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Ganzheitlich Gesund, heisst nicht einfach schlank sein!

Eine Frau steht vor dem Spiegel und sieht sich einmal schlank und einmal mit Mehrgewicht

Schlank bedeutet nicht automatisch gesund.

Wer kennt diesen Gedanken nicht: «Wenn ich erst einmal

dünn bin, dann bin ich gesund.»

Auch wenn wir diesen Satz selten laut aussprechen, scheint er tief in unserer Gesellschaft verankert zu sein. Schlank wird oft mit Gesundheit, Disziplin und Erfolg verbunden. Doch stimmt das wirklich?


Das Gewicht allein sagt wenig aus ob jemand schlank und gesund ist.

Das Körpergewicht ist nur ein kleiner Teil des gesamten Gesundheitsbildes. Eine schlanke Person kann unter Stress, Nährstoffmängeln, Schlafproblemen oder chronischer Erschöpfung leiden. Gleichzeitig kann eine Person mit mehr Körpergewicht körperlich fit sein, gute Blutwerte haben und sich rundum wohlfühlen.

Gesundheit lässt sich nicht allein an einer Zahl auf der Waage messen.

Viel wichtiger sind Fragen wie:

  • Habe ich genügend Energie für meinen Alltag?

  • Schlafe ich erholsam?

  • Kann ich mit Stress umgehen?

  • Fühle ich mich körperlich und mental wohl?

  • Versorge ich meinen Körper mit allem, was er braucht?


Was bedeutet Gesundheit überhaupt?

Oft verwenden wir das Wort «gesund», ohne genau zu definieren, was wir damit meinen.

Wenn jemand sagt: «Ich möchte gesund sein», steckt dahinter häufig mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. Vielleicht geht es um mehr Energie, weniger Sorgen, besseren Schlaf, mehr Selbstvertrauen oder das Gefühl, sich im eigenen Körper wohlzufühlen.

Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen:

Was erhoffe ich mir eigentlich davon, dünner zu sein?

Geht es wirklich um Gesundheit? Oder vielleicht um Akzeptanz, Sicherheit, Kontrolle oder das Gefühl, endlich «genug» zu sein?


Gesundheit ist mehr als Kontrolle

Viele Menschen verbinden gesundes Verhalten mit strenger Kontrolle. Kalorien zählen, Mahlzeiten planen, Verzicht üben und ständig über Ernährung nachdenken.

Doch Gesundheit bedeutet nicht, permanent gegen den eigenen Körper zu arbeiten.

Ein gesunder Lebensstil sollte langfristig tragbar sein. Er sollte Energie geben statt Energie kosten. Natürlich gehören bewusste Entscheidungen dazu. Wenn Ernährung jedoch nur noch aus Regeln, Verzicht und Kontrolle besteht, entsteht oft zusätzlicher Stress.

Und genau dieser Stress kann langfristig die Gesundheit beeinträchtigen.


Wieder lernen, auf den Körper zu hören

Kinder besitzen häufig noch eine natürliche Verbindung zu Hunger, Sättigung und ihren Bedürfnissen. Mit der Zeit wird diese Wahrnehmung jedoch oft von Regeln, Diäten und gesellschaftlichen Erwartungen überlagert.

Vielleicht besteht eine wichtige Aufgabe darin, wieder besser wahrzunehmen:

  • Wann habe ich wirklich Hunger?

  • Welche Lebensmittel tun mir gut?

  • Wann brauche ich Ruhe?

  • Wann brauche ich mehr Energie?

Gesundheit bedeutet nicht, perfekt zu essen. Gesundheit bedeutet, den eigenen Körper verstehen zu lernen und ihn bestmöglich zu unterstützen.


Mein Verständnis von Gesundheit

Für mich bedeutet Gesundheit nicht, möglichst dünn zu sein.

Gesundheit bedeutet, genügend Energie für den Alltag zu haben. Es bedeutet, Herausforderungen bewältigen zu können, Gefühle zuzulassen, Stress zu verarbeiten und dem Körper die Ressourcen zu geben, die er benötigt.

Ein Auto fährt nicht mit leerem Tank. Genauso wenig kann unser Körper dauerhaft Leistung bringen, wenn ihm Energie, Erholung oder wichtige Nährstoffe fehlen.

Deshalb sollten wir uns vielleicht weniger fragen:

«Wie viel wiege ich?»

und häufiger:

«Was brauche ich, um mich körperlich und mental wohlzufühlen?»

Denn wahre Gesundheit beginnt nicht auf der Waage – sondern im Verständnis für die eigenen Bedürfnisse.

 
 
 

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